Zertifizierte Weiterbildung Sozialpsychiatrische Fachkraft in der Arbeit mit Familien

(in Kooperation mit der Fachhochschule Münster)

Psychische Erkrankungen eines oder beider Elternteile stellen für die gesunde psychische Entwicklung eines Kindes ein erhebliches Risiko dar. Nicht selten sind Familien mit psychisch kranken Eltern auf ambulante und stationäre Erziehungshilfen angewiesen. Oft sind die Fachkräfte allerdings überfordert, die Bedeutung der Krankheit sowie die Versorgung, Betreuung, Beziehungsgestaltung und die Erziehung dieser Kinder richtig einschätzen zu können. Es bestehen Unsicherheiten, ob diese Familien mit den bestehenden Jugendhilfeangeboten ausreichend und kindgerecht versorgt werden. Auch die Fachkräfte der erwachsenenpsychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen sind zunehmend mit der Frage konfrontiert, wie psychisch kranke Eltern in der Bewältigung ihrer Aufgaben als Mutter oder Vater unterstützt werden können. Eine ganzheitliche Versorgung der Psychiatrie, Psychotherapie und Sozialen Arbeit erfordert es, die Elternschaft der Patienten und Patientinnen systematisch in den Behandlungsplan zu integrieren.

Zur Arbeit in diesem Feld bedarf es deshalb neben der strukturierten, multiprofessionellen Kooperation des öffentlichen Trägers der Jugendhilfe mit den freien Trägern der Jugendhilfe, auch der Kooperation mit den Diensten des Gesundheitswesens und ggf. der Beschäftigungsförderung. Dies erfordert von den Fachkräften spezifische Kenntnisse der Koordination und Integration medizinisch-psychischer, rechtlicher und sozialarbeiterischer Handlungsstrategien und eines interdisziplinären Problemverständnisses und daraus abgeleiteter Lösungsstrategien.

Anliegen der Weiterbildung ist es, den teilnehmenden Fachkräften Problemzugänge und Handlungsstrategien zu eröffnen bzw. zu vermitteln, die befördern, dass psychisch kranke Eltern(teile) möglichst lange mit ihren Kindern als Familie leben, sie erziehen und begleiten können, ohne dass eine Kindeswohlgefährdung eintritt. Die Weiterbildung will damit eine Lücke schließen, die es bis heute in der Kooperation von psychiatrischen, psychotherapeutischen und sozialpädagogischen Institutionen gibt.

Die Weiterbildung verfolgt ferner das Ziel, den Transfer der Weiterbildungsinhalte in die berufliche Praxis zu ermöglichen. Dafür sollen alle Teilnehmenden während der gesamten Weiterbildung durch „Transferpaten“ aus den jeweiligen Institutionen begleitet werden.

Weiterbildungsflyer zum Download

Aufbau

Modul 1: Einführung und psychische Krankheitsbilder

Modul 2:  Rechtliche Grundlagen der Helfersysteme

Modul 3: Entwicklungspsychologische Grundlagen und Einführung in die Methode „Marte Meo“

Modul 4: Hilfeplan und Schutzauftrag

Modul 5: Familiensystem und Fallberatung

Modul 6: Begleiten – Beraten – Stabilisieren I (Lösungsorientierte Beratung, Motivierende Gesprächsführung)

Modul 7: Begleiten – Beraten – Stabilisieren II (Störungsspezifische Interventionen, schwierige Beratungssituationen)
Präventionsarbeit, Best Practise Modelle und Abschluss

Zielgruppe:

Fachkräfte aus Kinder- und Jugendhilfe (ambulante und stationäre Hilfen zur Erziehung) und anderen Bereichen der Soziale Arbeit, des Gesundheitswesens und der Beschäftigungsförderung

Leitung:

Anke Wegener-Sorge, Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin

Infoveranstaltung

20.11.2017, 17:30 Uhr in der Evangelischen Hochschule Dresden (ehs), Dürerstraße 25

Seminarnummer
9001-9

Datum
15.03.2018 - 17.03.2019
###ROOM###

Umfang
132 Ustd. (7 Module an 17 Tagen)

Kosten
Teilnahmegebühr: EUR 1.650,00
BdB Mitglieder: ###PRICE_BOARD_REGULAR###
Gebühr (ehs Studierende): ###PRICE_SPECIAL###

Leitung

Anke Wegener-Sorge

Ort
EHS Dresden

 

Veranstalter
Sofi - Weiterbildungen

Freie Plätze
15

Anmeldeschluss
01.02.2018

Anmeldung
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