Diskussionstagung: Regierungskünste und Demokratieverständnis in der Sozialen Arbeit, 19.-22.11.2015

Aufgrund zu weniger Anmeldungen müssen wir die Tagung leider absagen. Für Rückfragen wenden Sie sich gern an uns: sofi@ehs-dresden.de


Gemeinsam mit der Gilde Soziale Arbeit e.V. und dem Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit (AKS) Dresden laden wir alle interessierten Menschen herzlich zur Diskussionstagung „Regierungskünste und Demokratieverständnis in der Sozialen Arbeit“ ein.

Die Soziale Arbeit verschreibt sich der Unterstützung ihrer AdressatInnen und der Gestaltung des sozialen Miteinanders. Das konkrete Handeln hängt dabei von verschiedenen Einflussgrößen ab: Welche Interessen verfolgt der öffentliche Träger? Nach welchen Werten richten sich ArbeitgeberInnen im sozialen Bereich? Welche Vorstellung eines „guten“ Lebens haben die verschiedenen Akteurinnen und Akteure? Wer darf was mitbestimmen? Welches Verhältnis von Sozial Arbeitenden zu AdressatInnen wird durch die verwendeten Methoden zugrunde gelegt? Wer entscheidet, wann ein Unterstützungsprozess gelungen ist?
Über die Auseinandersetzung mit solchen Fragen können die in und durch unsere Arbeit wirkenden Macht- und Herrschaftsverhältnisse reflektiert werden, denen wir zum Teil ausgesetzt sind, sie aber auch mitbestimmen. Selbst wenn wir davon überzeugt sind, unser professionelles Handeln im besten Sinne demokratisch auszugestalten, agieren wir innerhalb solcher Macht- und Herrschaftsverhältnisse. In Anlehnung an das Denken der Gouvernementalität sind wir damit zugleich Handelnde und Betroffene innerhalb bestimmter Künste des Regierens und Erfahrungen des Regiertwerdens.
Wir möchten mit der Diskussionstagung viel Raum dafür bieten:
-    sich kritisch mit den wirkenden Regierungskünsten in der Sozialen Arbeit auseinanderzusetzen,
-    gemeinsam über Handlungsalternativen zu diskutieren und
-    über ein Demokratieverständnis nachzudenken, welches Herrschaft begrenzt und in Schach hält.

Anregungen zur Auseinandersetzung werden uns gegeben von Prof.‘in Dr. Susanne Maurer, Prof. Dr. Fabian Kessl, Jun.-Prof.‘in Martina Richter und Prof. Dr. Dr. hc. mult. Oskar Negt.